Psychoaktive Substanzen des Alltags

Woran denken Sie zuerst, wenn Sie die beiden Wörter "psychoaktive Substanzen" lesen? Wahrscheinlich an Drogen...vielleicht denken Sie auch, dass es ein Synonym ist? Falsch gedacht! Droge heißt übersetzt "etwas Getrocknetes" und mehr nicht. Hören oder lesen Sie den Begriff Drogen, läuten bei Ihnen wahrscheinlich die Alarmglocken.

Wenn Sie ihren Alltag betrachten und überdenken, welche Lebensmittel, die Sie konsumieren, psychoaktiv sind, was fällt Ihnen dann ein? Ich helfe Ihnen ein wenig auf die Sprünge: Angefangen mit Kaffee, das beliebteste Getränk der Deutschen. Es gibt etliche Debatten darüber, ob Kaffekonsum gesund ist oder nicht. Meine Meinung dazu ist, dass es ein Genussmittel ist. Wenn Sie Kaffe trinken, weil Sie nicht ohne Kaffee sein können, dann ist schon eine Abhängigkeit vorhanden. Das in dem Kaffe enthalten Koffein quetscht täglich noch den letzen Rest an Energie aus Ihren Nebennieren heraus. Das ist aber keine "echte Energie". Echte Energie bedeutet, leistungsfähig zu sein ohne leistungssteigernde Substanzen einfach allein durch die Nahrungsmittel, die man in der richtigen Form zu sich genommen hat. Viele Leute benutzen die Wortwahl: "Mein Kaffee", wenn man so etwas hört, sollte man hellhörig werden. 

Nicht weniger häufig ist der Konsum von schwarzem oder grünem Tee. Das darin enthaltene Teein wirkt ebenfalls psychoaktiv. Gefolgt von Guarana, welches oft in Energydrinks enthalten ist, meist in Kombination mit dem erlaubten Höchstmaß an Koffein. Weiter gehts mit Tabak bzw. Nikotin. Diesem geliebten "Glimmstängel" sind auch einige Leute verfallen. Auf die gesundheitlichen Folgen brauche ich, denke ich, nicht einzugehen. 

Das, was die meisten wohl noch am ehesten als psychoaktive Substanz aka Droge bezeichnen würden, ist Alkohol. Der Konsum macht fahruntauglich, was die meisten hoffentlich ernst nehmen. Machen wir weiter mit Zucker, herrlich wie dieses weiße raffinierte Zeug unsere Gehirne beeinflusst. Überall steht er herum, maskiert hinter allem nur Erdenklichen und wartet auf den Konsumenten, um ihm einen schnellen Energiekick und ein kleines Gefühl des Hochs zu bringen. Kurz darauf gefolgt von einem Energieloch, welches möglicherweise mit der nächsten Substanz gefüllt wird. Weizen! Die im Weizen enthaltenen Exorphine passieren die Bluthirnschranke und wirken wie Neurotransmitter in unserem Gehirn. Wir fühlen uns gut, nur dumm, dass unser Gehirn diese Stoffe nur allzu gerne hat und mit einer psychischen Abhängigkeit reagiert. 

Es gibt noch etliche weitere psychoaktive Substanzen, die wir vielleicht erst auf den 2. Blick als solche wahrnehmen.

Ich bin nicht für das komplette Streichen solcher ("Lebens"-) Mittel, dennoch bin ich der Meinung, dass, wenn man auf diese Stoffe nicht verzichten kann, diese dem Menschen nicht gut tun. Aus paradoxen Gründen reagiert der Körper mit "Sucht" genau bei Stoffen, die ihm nicht gut tun. Mein Vorschlag an dieser Stelle ist zu reflektieren, warum Sie solche Substanzen konsumieren. Aus Genuss oder aus gewissen anderen Gründen?

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