Gewichtsreduktion -- Liegt der Schlüssel in der Darmflora

Oberflächlich betrachtet gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen Gewichtsreduktion und der individuellen Darmflora. Sie helfen uns dabei unsere Nahrung zu verdauen...

Jetzt wissen wir, dass diese Mikroorganismen eine sehr bedeutende Rolle spielen und für unseren Stoffwechsel sehr wichtig sind. Sie sind nicht nur passive Bewohner unseres Darms, vielmehr aktive Teilnehmer bei der Verdauung.

Also was passiert, wenn die falschen Bakterien vor Ort sind? Sind wir somit zu einem Leben mit Übergewicht und Diabetes verdammt?

Übergewichtige Menschen haben ein ärmeres Mikrobiom als schlanke Menschen. Das bedeutet die Diversität ist deutlich geringer. Zudem finden sich auch noch andere Spezies in schlanken Menschen.

Das Mikrobiom ist vergleichbar mit einem Regenwald. Je komplexer und diverser das Ökosystem, desto resilienter ist es.

Bakterien haben die Fähigkeit die Kalorienanzahl die wir aus der Nahrung aufnehmen zu verändern. Somit können sie unseren Metabolismus tiefgreifend regulieren. Sie haben dadurch auch Einfluss auf das Insulin, welches unser Körper produziert.

Das heißt im Umkehrschluss, dass konstant mehr Kalorien durch die Bakterien aufgenommen wird als normal.

Die gute Nachricht ist, dass negative Veränderungen in der Darmflora reversibel sind. Dazu müssen wir nur wissen, was zu Veränderungen in beide Richtungen führt. Der Schlüssel liegt, wie vermutet im Lebensstil, besonders in der Ernährungsweise.

10 Empfehlungen für eine gesündere Darmflora: 
1. weniger bis gar keine verarbeiteten Lebensmittel
2. wenig Zucker, raffinierte Kohlenhydrate, (Brot, Nudeln, Cerealien etc.)
3. ein hochwertiges Probiotikum für 3-6 Monate
4. Darmreinigung (inkl. Parasitenkur, Pilzkur etc.)
5. Vorsicht mit Antibiotika
6. Präbiotika konsumieren: Gemüse (Ballaststoffe), fermentierte Lebensmittel
7. Stressmanagement (Achtsamkeitsübungen, Meditation etc., da Stress in jeglicher Form auch Veränderungen im Mikrobiom herbeiführt)
8. weniger Alkohol
9. regelmäßiges Training mit leichter bis hoher Intensität, da durch Bewegung die Darmbakterien unterstützt werden
10. viel Abwechslung in der Lebensmittelauswahl