8 Gründe, warum dein Training nicht erfolgreich ist

8 Gründe, warum dein Training nicht erfolgreich ist:

Ich kenne viele Menschen die schon sehr lange trainieren, aber keinen nennenswerten Trainingserfolg haben. Diese Leute haben oft keine Ahnung warum das so ist... denn wenn sie es wüssten, würde sich ja etwas verändern. Sie berichten dann stolz, ich gehe schon seit xy Jahren ins Fitnessstudio. Aber eigentlich verplempern sie nur ihre Zeit. Überhaupt Bewegen ist natürlich immer besser als nicht bewegen und sitzen, das ist mir schon klar. Dennoch ist das nicht die Philosophie von wahrem Training. Bei wahrem Training geht es um Progression, um Grenzüberschreitung, sowohl physisch als auch mental. Es ist ganz normal, dass man hin und wieder auch ein paar Schritte zurück geht. Genauso wie das erreichen von Plateaus dazu gehört. Aus diesem Grund muss das Training auf eine längere Zeitspanne übertragen werden. Auf den Zeitraum eines Lebens!

Das Minimum für ein einigermaßen stabiles Leistungsniveau, ist ein Jahr Training. Wer sich für ein paar Monate abrackert und dann wieder 1 Monat pausiert beginnt wieder bei 0.

Was sind also die häufigsten Fehler?

#1 Mangelnde Kontinuität: Man kann nicht in jedem Training Höchstleitung bringen, jedoch kann man immer sein Maximum geben. Der Wille zur Kraft ist das entscheidende. Es gibt kein Endziel im Training. Das Ende ist der Tot. Es muss einfach Teil deines Lebens sein und deutliche Priorität anderen dingen gegenüber haben. Ansonsten wirst du immer eine Ausrede finden. Niemals 3 Tage ohne Training ist eine Faustregel. Trainingsreize die du gesetzt hast und 7 Tage pausierst (mit ein paar Ausnahmen) verpuffen und du beginnst immer wieder von vorne.

#2 Keine Disziplin: Motivation kommt und geht. Das dazwischen nennt man Disziplin. Viele sind oft hochmotiviert, setzen sich Ziele, wollen jetzt endlich loslegen und den Körper formen. Doch nach ein paar Wochen ist das Hoch der Gefühle schon wieder verflogen. Es muss zu einer Gewohnheit werden, Teil deines Lebens so wie Essen, Trinken, Schlafen, zur Toilette gehen etc.

#3 Zu wenig Training: Grundregeln für den Aufbau von Kraft, jener Funktion unseres Zentralen Nervensystems die es uns ermöglicht hohe Widerstände zu überwinden. Widerstände die unser eigenes Körpergewicht deutlich überschreiten können. Um stärker zu werden musst du zwischen 8 und 20 Mal im Monat deine Maximalkraft trainieren. Um deutlich Muskelmasse aufzubauen musst du zwischen 16 und 40 Mal im Monat trainieren und ein entsprechend hochvolumiges Training absolvieren.

#4 Falsche Ernährung: Wer Muskeln aufbauen will muss essen. Das bedeutet, dass du einen Kalorienüberschuss haben musst. Von nichts kommt nichts. Wichtig dabei, ist dass es die richtigen Nahrungsquellen für dich sind und du die Makronährstoffe individuell verteiltst. Ich kann immer nur betonen, Ernährung ist die Basis aller Stoffwechselprozesse und macht 75% deines Trainingserfolges aus. Du bist, was du isst! Lass die Finger von "Sportnahrung" und iss naturbelassene vollwertige Lebensmittel. Hinzu kommt ein zu viel von Genussmitteln wie Kaffee, Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin und co. Nur wenn alle Systeme im Körper aufeinander abgestimmt sind, bringt Training Resultate. Entscheidendes Hormon ist Testosteron sowohl beim Mann als auch bei der Frau. Achte darauf das dein Hormonhaushalt stimmt und meide Testosteronkiller.

#5 Zu wenig intensives Training: Die meisten Menschen haben noch nie gespürt wie sich ein intensives Training anfühlt. Dümpeln immer in submaxilen Bereichen und wissen gar nicht wo ihre temporären Leistungsgrenzen sind. Intensiv zu trainieren ist natürlich kein Zuckerschlecken. Aber warum sollte sich dein Körper verändern, wenn du ihn nicht dazu bringst. Ein Trainingsreiz muss überschwellig sein und das in jedem Training. Nur wenn du weißt wo deine Grenzen sind, kannst du sie mit konstantem Training überwinden und verschieben. 
Das erreichst du nicht, wenn du den Reiz immer vorher abbrichst, bevor es für deinen Körper zu der richtigen Information wird sich anzupassen. Leider ist das dann wahrscheinlich nicht nur im Training so, sondern spiegelt sich in deinem ganzen Leben wieder.
Hilfreich kann es sein dein Training zu dokumentieren. So hast du eine Möglichkeit zu analysieren wann du was richtig oder falsch gemacht hast. Du kannst Werte notieren und versuchen sie zu verbessern. Zu Papier gebrachtes hat auch einen besondern Effekt auf deinen Geist.

#6 Falsche Trainingsmethoden: Jede Woche gibt es neue Fitnesstrends und -programme. Neue Übungen und neue Gerätschaften, die dir weiß machen wollen, dass du so ganz einfach und besser trainieren kannst.
Fitness bzw. Training ist so simpel. Unser Körper funktioniert seit Jahrhunderten gleich und für jeden gelten die gleichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten. 
Trainiere einfach grundlegende Bewegungsmuster, lege die großen Hebel um und los geht deine Reise. Suche dir einen oder mehrere gute Trainingspartner habe Spaß an deiner Verwandlung und schau nicht links oder rechts nach einfacheren Methoden. Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg nach oben. Gibt es schon, da musst du zwar immer noch trainieren, aber davon soll hier nicht die Rede sein.

#7 Unzureichende Regeneration: Angefangen beim Schlaf abermals über Ernährung hin zum allgemeinenen Stressmanagement. Schlaf ist extrem wichtig. Die beste Zeit ist nach wie vor zwischen 22:30 und 6:30. Dennoch müssen die immer genannten 8 Stunden nicht das generelle Maß sein. Es gibt sehr individuelle Schlafzeiten, genauso wie es individuell "innere Uhren" gibt. Von Kurzschläfer über Langschäfer zu Frühaufsteher und Nachteule. Auch Schlaf ist etwas individuelles. Trotzdem sollten du nicht weniger als 6 Stunden schlafen, abends kein Alkohol trinken, nach 14 Uhr keinen Kaffee mehr, deine Schlafumgebung richtig gestalten und vielleicht ein Abendritual etablieren. 
Was das allgemeine Stressmanagement angeht kann man sagen, dass wir uns hierbei weitestgehend in der Gedankenwelt des Menschen befinden. Die Bewertung und die innere Einstellung dem Leben gegenüber, ob wir Dingen einen Sinn beimessen oder nicht ist hier von entscheidender Bedeutung. Chronische Stressfaktoren jeglicher Art verhindern ganz extrem deine Trainingsresultate, da sie sich auf jeden bereits genannten Punkt auswirken.

 

#8 Keine Ziele: Nur bloß fit sein oder ein bisschen abnehmen für ein spezielles Event sind zu schwache Motive. Innere Bilder die mit starken Emotionen besetzt sind, eine Vorstellung von Dir, wie du in Zukunft aussiehst, was du kannst und wie du auf andere wirkst und dich fühlst. Das sind intrinsische Motive die immer und immer wieder visualisiert und vor allem gefühlt so stark werden können, dass sie deine stärkste Triebfeder werden und Dinge möglich machen. Es kommt darauf an, wie sehr du es willst. Du entscheidest über deine Zukunft, Du hast die Macht zu gestalten und zu schaffen in Bezug auf deinen Körper und auf deine ganz eigene Welt. Nur wer eine Richtung hat, wird seinem Ziel näher kommen. Du brauchst keinen konkreten Fahrplan, Hauptsache du beginnst und hälst durch. Auf deinem Weg werden sich Möglichkeiten auftun und Chancen ergeben.