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Alzheimer -- Prävention statt Therapie

ALZHEIMER

Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankungen die meist nach dem 65. Lebensjahr auftritt und mit einer progredienten demenziellen Entwicklung einhergeht. Welt weit gibt es über 24 Millionen Demenzkranke Tendenz steigend. Alzheimer macht ca. 60% davon aus. 

Alzheimer macht den Menschen wirklich Angst, dies auch zurecht. Wer schon mal miterlebt hat, wie sich Angehörige durch die Erkrankung verändern, dem wird Angst und Bange. Der zunehmende Verlust geistiger Fähigkeiten, Verlust des Erinnerungsvermögens und Persönlichkeitsveränderungen sind wirklich erschreckend. 

Die Nervenzellen im Gehirn sterben nach und nach ab. Krankhafte Eiweißablagerungen spielen dabei eine Rolle, die die Nervenleitung und die Neurotransmitter negativ beeinflussen.

Es gibt zur Zeit keine richtige Behandlungsstrategie für Alzheimer Patienten. Die gute Nachricht allerdings ist, dass man der Erkrankungen sehr gut vorbeugen kann. 

Auch wer den Genmarker APOE 4 hat und somit ein erhöhtes genetisches Risiko hat, muss nicht erkranken, wenn er weiß, was er präventiv tun kann.

An erster Stelle steht die Kontrolle des Blutzuckers. Ab einem Nüchtern BZ von 128 mg/dz spricht man von einem Diabetes Mellitus. Werte von 105-110 können aber bereits ein Indikator dafür sein, Alzheimer im Laufe des Lebens zu entwickeln. Alzheimer entsteht nämlich nicht über Nacht sondern entwickelt sich über Jahrzehnte. Das Gehirn kann bereits erkrankt sein, ohne das man etwas bemerkt.

Statt 230 Millionen, wie geplant in die Entwicklung einer Therapie von Alzheimer zu stecken, sollte man die Menschen stattdessen Aufklären über ihren Lebensstil und lieber präventiv als therapeutischen tätig zu werden.

Das Gehirn besteht zum Großteil aus Fett. Bedeutet, dass die Fette die wir konsumieren zum Bau der Hirnsubstanz genutzt werden. Aus diesem Grund sollten viele hochwertige und gesunde Fette auf dem Speiseplan stehen. 
Uns wurde lange erzählt, dass Fett fett macht und ungesund ist. Mittlerweile wissen wir aber, das dem nicht so ist.

Vitamin D ist eine wichtige Komponente wenn es um die Gesundheit des Zentralen Nervensystems geht. Nicht umsonst ist die Wahrscheinlichkeit in nördlichen weniger sonnigen Regionen der Erde größer an MS, Parkinson und Demenz zu erkranken. 

Vitamin D ist übrigens kein Vitamin, eher ein Hormon mit vielen essentiellen Funktionen im Körper. Zum einen steuert es die Genexpression vorrangig im Gehirn. Da es ein Steroidhormon ist brauchen wir Cholesterin für die Synthese von Cholecalziferol (Vitamin D) und somit Fett in der Nahrung.

Ein weiterer obligatorischer Lebensstilfaktor ist Bewegung. Tägliche Aerobe und anaerobe Bewegung fördert die Freisetzung von BDNF einem Wachstumshormon für das Gehirn. BDNF schützt Gehirnzellen, zum Beispiel im Hippocampus (Gedächtnis) und kann degenerierte Nervenzelle wieder aufbauen und neue bilden. 

Ernährung verändert die Genexpression von Moment zu Moment. Jeder Bissen fördert entweder Gesundheit oder Krankheit. Entscheidend ist nicht nur womit wir uns nähren, sondern auch womit wir unsere Darmflora nähren. Probiotische Supplemente oder fermentiertes Gemüse zusammen mit präbiotischen Lebensmitteln wie Gemüse jeglicher Art, welches über der Erde wächst trägt zu einer gesunden Darmflora bei.

Das Mikrobiom reguliert Entzündungsreaktionen im Körper und kann somit Entzündungsprozesse die im Gehirn stattfinden eindämmen, sofern die richtigen Stämme in möglichst großer Variation vorliegen.

Dann gibt es noch kritische Lebensmittel, die systemische Entzündungen im Körper in Gang setzen können. Dazu zählen ZUCKER, KUHMILCH, GLUTEN (v.a. das Gliadin aus Weizen, Roggen, Gerste), SOJA, TRANSFETTE.

Wenn man Alzheimers eine Entzündung des Gehirns betrachtet, ergibt alles einen Sinn und wir haben die Macht dieser schlimmen Erkrankung zu Lebzeiten vorzubeugen.

Ein paar Studien zum Thema: 
Ketogene Ernährung bei Alzheimer zeigt signifikante Ergebnisse: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30923733
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30569086
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30554068
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30406052

 

Kokosnussöl hat positiven Effekt auf Beta Amyloid Plaques:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29729307

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