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Kognitive Reserve

Wie schützt die kognitive Reserve unser Gehirn vor neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. Alzheimer? 

Niemals auf zu hören, zu lernen und sich für neue Dinge zu begeistern ist die Devise!

Dem zugrunde liegt das Phänomen der Neuroplastizität. Durch gezielte intellektuelle Aktivitäten lässt sich auch im hohen Alter noch die Funktion des Gehirns verbessern. Synapsen entstehen und Neurone verbinden sich.

Schädigungen des Gehirns müssen nicht immer zu derselben Beeinträchtigung führen. Dies konnte die so genannte "Nonnenstudie" zeigen.
Intellektuell anregende Aktivitäten können die durch Alzheimer entstehenden Schädigungen im Gehirn lindern und gleichzeitig die Plastizität des Gehirns verbessern.

Faktoren die in Verbindung mit einer guten kognitiven Reserve stehen sind folgende:

- Die Bildung und das Interesse für die Kultur
- Eine Arbeit auszuüben, die das intellektuelle Wissen fordert
- Über ein großes Netz an sozialen Beziehungen zu verfügen
- Eine tägliche angemessene körperliche Betätigung
- Regelmäßiges Lesen
- Komplexen intellektuellen Aktivitäten nachzugehen, wie z.B. ein Instrument zu spielen oder eine Fremdsprache lernen

Das Gehirn hat durch die vermehrten synaptischen Verknüpfungen, auf der Basis von stetigem Lernen einfach mehr Optionen auf Informationen zurückzugreifen.

Wenn über bestimmte neuronale Netzwerke eine Information auf Grund von zu vielen Beta-Amyloid Plaques im synaptischen Spalt nicht zugänglich ist, ermöglicht die kognitive Reserve einen anderen Zugang zu den Informationen.

Die kognitive Reserve gleicht also die kognitive Beeinträchtigung aus und wird geprägt durch die kognitive Aktivität des Gehirns im Laufe unseres Lebens.

Wir können unseren Körper durch regelmäßiges Training mit progressiven Widerständen formen und gesund halten. Genauso können wir auch unser Gehirn trainieren, es formen und gesund halten.

“Jeder Mensch kann, wenn er es sich vornimmt, Skulpteur seines eigenen Gehirns sein“ 

(Santiago Ramón y Cajal)

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