An 1. Stelle...

Es scheint so, dass immer mehr Menschen härter arbeiten, um allgemein stärker, gesünder und fitter zu werden. Diese Menschen sind kontinuierlich dabei, ihre Flexibilität, Kraft, Ausdauer und Leistung zu verbessern. Eine große Menge Hobbysportler, Breitensportler aber auch professionelle Athleten trainieren auf einem hohen Niveau und führen komplexe und intensive Aktivitäten aus, obwohl es ihnen an fundamentalen Bewegungsmustern mangelt; ohne es zu wissen, bauen diese Menschen körperliche Fitness auf ein instabiles und fehlerhaftes Fundament. Solche Menschen entwickeln dysfunktionale Bewegungsmuster und trainieren um ein bestehendes Problem herum, ohne an ihren Schwächen zu arbeiten. 

Trainingsmittel und Methoden stehen im heutigen Fitnessmarkt im Überfluss zur Verfügung. Aber das beste und teuerste Programm wird nicht funktionieren, wenn die fundamentalen Schwachstellen nicht beseitigt werden.

Die Idee eines sportmotorischen Screenings ist es, das Trainingsprogramm zu individualisieren und die persönlichen Schwächen zu adressieren. Die meisten Trainingsprogramme werden nicht auf der Basis einer Analyse der fundamentalen Bewegungsmuster gemacht, ohne die man allerdings nicht beurteilen kann, ob diese adäquat genug sind. Um ein rehabilitatives Programm o. ä. zu starten ist es essentiell, ein Screening der grundlegenden Bewegungsmuster durchzuführen. 

Wichtig ist, es sich das Bewegungsverhalten anzusehen und nicht nur isoliert Gelenke usw. zu betrachten. Nur so bekommt man die richtigen Anhaltspunkte, um ein entsprechendes Trainingsprogramm individuell zu gestalten. 

Wird eine Schwachstelle nicht erkannt, wird der Körper Kompensationsmuster produzieren, die eine suboptimale Biomechanik zur Folge haben. Eben genau diese mangelhafte Biomechanik führt zu einem Leistungsabfall und zu einem erhöhten Verletzungsrisiko. 

 

 

 

Ziele eines sportmotorischen Screenings:

  • Erkennen individueller Risikofaktoren, um Leistung zu erhalten und zu steigern
  • Teil des Trainingsprogramms, um mit systematisch korrigierenden Übungen grundlegenden Bewegungsmuster zu normalisieren und zu verbessern
  • stellt ein Werkzeug zur Evaluation dar
  • dient als Basis für statistische Untersuchung und Bewertung für Bewegungsmuster